Ängste überwinden – Mein 10 Punkte Soforthilfeprogramm für deine berufliche Veränderung

Ängste sind im Zusammenhang mit beruflicher Veränderung ein großes Thema. Denn wenn du dich auf den Weg aus dem sicheren Arbeitsumfeld hinaus und in ein selbstbestimmtes, farbenfrohes Leben hinein begibst, dann wirst du ein Wechselbad der Gefühle erleben. Du wirst an manchen Tagen innerhalb von wenigen Stunden von ungebremster Euphorie zu überwältigenden Selbstzweifeln wechseln. Gerade weil es um die berufliche Veränderung geht und du deinem Leben eine komplett andere Wendung geben möchtest, wirst du dich mit ganz elementaren Ängsten auseinander setzen müssen. Arbeit hat in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert und sie sichert uns ultimativ ja auch die materielle Existenz. Wundere dich  also nicht, dass du im Zuge dieses Veränderungsprozesses immer wieder mit Ängsten konfrontiert bist und dich fragst, ob denn das alles so richtig ist.

Auch ich habe Ängste

Auch ich habe regelmäßig mit diesen Zweifeln zu tun und kämpfe immer wieder der Angst, ob meine Entscheidung, den ausgetretenen Pfad zu verlassen, die Richtige ist.

Werde ich mich finanziell über Wasser halten können? Was passiert, wenn ich doch wieder in einen “richtigen” Job zurück will? Werden Freunde und Familie weiter zu mir halten? Was, wenn ich es nicht schaffe? Das sind nur einige der Ängste, die immer wieder hochkommen und mit denen ich mich auseinander setzen muss.

Inzwischen  habe ich eine Reihe von Strategien für mich entwickelt, wie ich mit dieser Unsicherheit umgehe. So habe ich es geschafft, dass ich meinen Ängsten nicht mehr mit völliger Panik begegne, sondern entspannt mit einem „alles wird gut!“ darauf reagieren kann.

Hier mein 10 Punkte Soforthilfeprogramm, damit auch du deinen Ängsten und Zweifeln mit mehr Gelassenheit begegnen kannst

#1 Ich akzeptiere meine Ängste

Ängste und Zweifel sind ein ganz normaler Teil des Veränderungsprozesses. Der Körper ist biologisch darauf programmiert, Veränderungen mit Widerstand zu begegnen. Daher ist es ganz logisch, dass Ängste auftauchen, sobald du anfängst, Dinge in deinem Leben zu verändern. Anstelle dich also gegen deine Ängste zu wehren, akzeptiere einfach, dass sie da sind. Nimm sie als Teil deiner Veränderung an und sieh deine Widerstände als Zeichen, dass du auf dem richtigen Weg bist.

#2 Ich höre genau hin

Anstatt deine Ängste zu ignorieren, solltest du anfangen, genau hinzuhören. Was wollen dir deine Ängste und Zweifel sagen? Wo sollst du genau hinschauen? Gibt es Punkte, die du vielleicht noch nicht beachtet hast? Themen, mit denen du dich noch nicht auseinandergesetzt hast? Auch wenn Ängste oft versuchen Veränderungen zu verhindern, so können sie auch wunderbare Berater sein und dir als starker Verbündeter dabei helfen, alle Aspekte im Blick zu behalten und deine Entscheidungen wohlüberlegt zu treffen.

#3 Ich rede darüber

Meist verlieren Ängste viel von ihren Schrecken, sobald sie laut ausgesprochen werden. Drum suche dir eine Vertrauensperson und rede über deine Zweifel. Zum einen wirst du bemerken, dass du mit deinen Ängsten nicht alleine bist, zum anderen nützt der externe Blick auf Herausforderungen oft, da er die Perspektive wieder gerade rückt und dir zeigt, dass du mehr schaffen kannst, als du eigentlich glaubst.

#4 Ich hol mir einen Profi zur Hilfe

Für schwierige Situationen hole ich mir Hilfe bei einem Profi. Mit meinem Coach kann ich ganz gezielt an Herausforderungen arbeiten und entdecke so oft Lösungswege, die mir vorher gar nicht bewusst waren. Ein angenehmer Nebeneffekt dieser Zusammenarbeit ist, dass sich so meine Herangehensweise an Probleme nachhaltig verändert hat. Wenn du also feststeckst und nicht mehr weiter weißt, hab keine Scheu, einen Profi um Rat zu fragen.

#5 Ich sorge für Pausen

Wenn ich in einer Gedankenspirale bin, aus der ich nicht herauskomme, dann sorge ich für eine Pause im Kopf. Laufen gehen, ein Buch lesen, singen, malen, alles was das Gehirn abgelenkt ist eine gute Strategie, um wieder neutralen Boden zu erreichen. Wenn du dich also mit einem Thema überfordert fühlst, dann unterbrich den Gedankenfluss und mach etwas ganz anderes. Oft sieht ein Problem mit etwas Abstand auf einmal doch ganz lösbar aus.

#6 Ich mach es einfach trotzdem

Auch wenn Ängste durchaus ihre Berechtigung haben, so kommt irgendwann doch der Punkt, an dem Entscheidungen getroffen werden müssen. In solchen Situationen halte ich mich an den Leitspruch “feel the fear and do it anyway”. Also einfach machen, egal wie groß das Muffensausen ist! Alles weitere finde ich dann “unterwegs” raus. Und ich kann dir versichern: Das klappt im Regelfall ganz gut!

#7 Ich schreibe alles nieder und plane die nächsten Schritte

Ich schreibe meine Ängste und Sorgen nieder. Wenn sie mal aus dem System draußen sind, dann lebt e sich schon leichter. Und dann mache ich Pläne. Schreibe Pros und Contras auf, überlege mir, wie ich in dieser Situation weiterkommen und welche Schritte ich als nächstes setzten kann. Der Schreibprozess alleine ist schon hilfreich, um die Gedanken zu sortieren und mögliche Szenarien zu entwickeln. Der Planungsvorgang transformiert die Schockstarre in konkrete Handlungsmöglichkeiten.

#8 Ich belohne mich

Wenn ich etwas trotz Ängste und Zweifel geschafft habe, dann feiere ich mich. Mit einem Bad, Blumen, imaginärem Schulterklopfen. Mit Ängsten zu arbeiten ist, wie einen Muskel zu trainieren. Je öfter man es macht, desto einfacher wird es. Drum belohn dich, wenn du etwas umgesetzt hast, obwohl die Angst versucht hat, dich davon abzuhalten. Auch wenn es nur ein klitzekleiner Schritt war: Das nächste Mal wird es schon ein bisschen leichter sein.

#9 Ich behalte mein WARUM vor Augen

Eine meiner effektivsten Strategien gegen Zweifel ist mein Mission Statement. In meinem Mission Statement halte ich fest, was mich innerlich antreibt, was meine Mission ist und WARUM ich mache, was ich mache. So verliere ich auch bei Herausforderungen nicht die Orientierung und habe meinen Kompass stets vor Augen. Ein Mission Statement ist ein wahnsinnig kraftvolles Werkzeug, denn wenn du deine innere Motivation kennst, kannst du ganz zielgerichtet auf dein Ziel hinarbeiten und wirst dich auf deinem Weg nicht mehr so leicht von Ängsten ablenken lassen.

#10 Ich nehme den Druck raus –  Keine Entscheidung ist für immer!  

Wenn ich gar nicht mehr weiter weiß, dann erinnere ich mich daran, dass keine Entscheidung für immer ist. Für jede Entscheidung gilt: Du hast immer (!) eine Chance, deine Entscheidung zu revidieren. Vielleicht kannst du sie nicht mehr ungeschehen machen oder komplett umkehren, aber du wirst immer die Möglichkeit haben, den Kurs zu korrigieren und die Weichen wieder anders zu stellen. Drum nimm dir den Druck raus und denk daran, dass keine Entscheidung für die Ewigkeit ist.

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Jetzt bist du an der Reihe: Erzähl mir von deinen Strategien, wie du mit Ängsten umgehst.

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