Alles in Veränderung – und wie geht es DIR dabei?

Die letzten Wochen waren echt stressig für mich! Eine große Veränderung und Abgabetermine im Job, Vorbereitungen für meine Bildungskarenz, eine wunderschöne, aber intensive Geburtstagswoche und natürlich viele Ideen, die ich für diese Website umsetzen möchte, sind alles Projekte, die Energie benötigen.

Ziele reduzieren, um mehr zu erreichen?

Als ich nun im Zuge meines aktuellen Coachingprogramms meine Ziele für den Juni festlegte, kam dabei eine lange Liste an To Dos raus, die ich in den nächsten Wochen erledigen möchte. Denn ich will ja, dass etwas weiter geht!
Als ich mit meinem Coach meine Monatsziele besprochen habe, meinte sie bestimmt: “Laura, das ist einfach viel zu viel, was du dir da vornimmst! Du musst Ziele reduzieren.”
Meine erste Reaktion war erstmal Skepsis. Mir war schon bewusst, dass ich im Juni viel schaffen wollte, aber von nichts kommt ja auch nichts, oder? Und wenn ich Veränderung in meinem Leben möchte, so muss ich auch dafür arbeiten, richtig?
Doch dann hat der Denkprozess eingesetzt und ich habe begonnen zu realisieren, was ich mir da eigentlich zumute!

Ich befinde mich seit einigen Monaten in einem massiven Veränderungsprozess und schon in Kürze wird sich mein Leben komplett verändern! In nur wenigen Wochen werde ich meinen sicheren Konzernjob zurück lassen und auch wenn mir mein Job inhaltlich nicht wirklich viel bedeutet, so lasse ich doch auch ein soziales Netzwerk von netten Kollegen und einen finanziellen und strukturellen Rahmen zurück, der mir Selbstbewusstsein, Sicherheit und Zuspruch gibt. Auch für die Zeit nach dem Job bin ich noch ziemlich planlos. Ich habe zwar viele Ideen, wie ich das nächste Jahr gestalten will, was dann aber wirklich passiert und vor allem, wie es nach meiner Bildungskarenz weiter geht, ist noch total unklar.

Und als wäre das nicht schon genug Aufregung, so lege ich mir selbst noch unzählige To dos auf, möchte Sport machen, mich mit Freunden treffen und die ersten Sommertage genießen. Mit dem Ergebnis, dass ich mich ständig getrieben und gestresst fühle.

Alleine all das setzen zu lassen, was ich in den letzten Monaten gelernt habe und allein mich voll den aktuellen Veränderung hinzugeben, wäre schon ein kräftetechnischer Vollzeitjob, der alle Aufmerksamkeit verdienen würde, die ich ihm geben kann. Doch anstatt mich völlig auf diese Situation einzulassen, bin ich mit meinen Gedanken und Handlungen schon wieder mal in der Zukunft.

Veränderung muss nicht weh tun!

Als mir das alles klar geworden ist, habe ich mich hingesetzt und überlegt: Wie möchte ich eigentlich, dass sich diese Veränderungsphase für mich anfühlt? Wie möchte ich die nächsten Wochen erleben?

Dazu habe ich mir viele Gedanken gemacht und dann erkannt: Ich möchte, dass es mir gut geht! Ich möchte Leichtigkeit in mein Leben bringen, Raum zum Atmen haben, Leute treffen, die mir wichtig sind, Dinge tun, die mir Spaß machen, draußen sein und das Leben aufsaugen! Kurz gesagt: Ich möchte diesen Sommer genießen.

Anstatt mich also mit einer Unmenge an Aufgaben selbst unter Druck zu setzten, sehe ich für die nächsten Wochen drei zentrale Aufgaben für mich:

  • Selbstliebe festigen

  • Selbstfürsorge praktizieren

  • Vertrauen haben

Was ich damit meine?

Mit Selbstliebe festigen meine ich, dass ich in den nächsten Wochen das Gefühl festigen will, dass ich genug bin. Das es also ok ist, einfach nur zu sein. Ich glaube, dass dieser Sommer dazu da ist, dass ich nochmal ganz intensiv lerne, mich anzunehmen und zu lieben wie ich bin, selbst wenn ich nicht produktiv arbeite, nichts schaffe, keine Aufgaben erledige.

Selbstfürsorge praktizieren bedeutet für mich, dass ich auf mich acht geben möchte und mir erlaube, den Sommer zu genießen. Also ausreichend Schlaf, “nein” sagen, wenn es sich nicht richtig anfühlt, viel an der frischen Luft sein, lesen, Zeit für mich selbst zu haben, Yoga machen, mal Fünfe gerade sein lassen.

Vertrauen haben beinhaltet für mich zum einen das Vertrauen in mich selbst, dass ich ohnehin hart daran arbeite, meine Ziele zu erreichen,  aber auch Vertrauen in das Universum, Schicksal, Leben zu haben, dass es mich bei dieser Aufgabe unterstützen wird.

Mir kommt es so  vor, als ob mir das Leben mit diesem Sommer die Möglichkeit gibt, alles, was ich in den letzten Monaten gelernt habe zu reflektieren und nochmals zu festigen sodass ich mit einer felsenfesten Basis in eine neue Lebensphase starten kann.

Was will ich dir damit eigentlich sagen?

Was will ich dir nun eigentlich mit all dem sagen?
Ich glaube, meine Kernbotschaft an dich ist:
Ja, Veränderung ist kräfteraubend und intensiv! Aber das bedeutet nicht, dass sie nicht auch Spaß machen kann! Sich Ziele zu setzten und fokussiert darauf hinzuarbeiten ist wichtig, aber dabei solltest du nicht dein eigenes Wohlergehen aus den Augen verlieren.

Behalte immer im Kopf, dass es deine Veränderung ist und dass die Veränderung immer für dich arbeitet, nie gegen dich! Das Leben will, dass es dir gut geht – also schau auch du auf dich!

Falls du dich also auch gerade in einem Veränderungsprozess befindest, so hör auf deine Gefühle! Was brauchst du gerade? Was würde dir gut tun? Welche Menschen, Aktivitäten, Dinge geben dir  Freude und neue Energie, damit du den Prozess genießen kannst? Wenn du das definiert hast. Dann tu es. Und dann tu noch mehr davon. It´s your ride!
In diesem Sinne:  Stay focused, have fun and  enjoy the experience!

Erzähl mir von dir! Wie gehst du durch Veränderungen? Was sind deine Erfahrungen?

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