Ferngesteuert durchs Leben – So stoppst du den Autopiloten!

Ferngesteuert durchs Leben – So stoppst du den Autopiloten!

Einen großen Teil dieses Beitrags habe ich schon vor Monaten geschrieben. Damals habe ich mit einer gewissen Frustration gekämpft und die Worte mussten einfach von meiner Seele. Doch dann habe ich mich entschlossen, den Beitrag nicht zu veröffentlichen. Mir kam er zu negativ vor, nicht wirklich inspirierend und irgendwie hat es sich mehr nach Jammern angefühlt als nach Botschaft transportieren. Doch in den letzten Tagen hat sich diese Beobachtung wieder eingeschlichen und als ich heute dann auch noch ein langes Gespräch mit einer Kollegin zu genau diesem Thema hatte, wusste ich, dass nicht nur ich mich so fühle, sondern auch vielen andere. Alleine deswegen ist es wert, diesen Beitrag zu teilen.

Keine Ahnung, wie das bei dir so ist, aber mein Morgen ist ein Horrorfilm!
Denn ich bin von lauter Zombies umgeben! Schwarz gekleidete Gestalten, die teilnahmslos auf ihre Handys starren. Ausdruckslose Gesichter, die keinerlei Interaktion zulassen. Regungslose Körper, an denen die Umgebung vorbeirast.Massen von Menschen, die sich von Wagon zu Wagon durchs Leben schieben lassen. Lethargisch, abgestumpft, unbeteiligt.
Doch das ist kein Film. Es ist ein ganz normaler Morgen in der U-Bahn.

Ferngesteuert durchs Leben

Für einen Großteil der Menschen ist es völlig normal, sich unreflektiert durchs Leben transportieren zu lassen. Automatisch von Tag zu Tag zu gleiten und im Autopilot durchs Leben zu steuern.
Und ich kenne das auch von mir selbst: An manchen Tagen gehe ich in der Früh aus dem Haus, marschiere in Gedanken zur U-Bahn und komme irgendwann in der Arbeit an. Erschrocken stelle ich dann fest, dass ich mich gar nicht erinnern kann, wie ich die letzte halbe Stunde verbracht habe. Und noch schlimmer: Ich bemerke, dass ich noch kein einziges mal bewusst gelächelt habe. Mir selbst passiert das immer wieder und ich sehe es rund um mich, unzählige Male, jeden einzelnen Tag. Dieses Phänomen nenne ich das Autopilote- Dasein und es steht für mich stellvertretend für einen ganzen Lebensstil.

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber dieses sich planlos von Montag bis Freitag durch die Woche schleppen, um dann am Wochenende den Schlaf nachzuholen, den man unter der Woche nicht hatte und ein paar Seiten in dem Buch zu lesen, das die ganze Woche vorwurfsvoll am Nachttischkästchen gelegen hat, weil für alles die Energie gefehlt hat, das ist ein Zustand, den ich so nicht leben will! Mir hat es schon immer wiederstrebt, in “Montag bis Freitag” zu denken. Zu überlegen,  wie ich die Arbeitswoche “überleben” kann, um dann am Wochenende doch noch irgendwie “das Leben” nachzuholen.

Mal ehrlich, Montag bis Freitag, das sind 5 von 7 Wochentagen, oder mehr als ⅔ deines (Erwerbs-) Lebens! Das ist definitiv zu viel Zeit, um sie im Autopiloten zu verbringen und freudlos durch den Tag zu gehen. Natürlich, wir haben Verpflichtungen, müssen Geld verdienen, Rechnungen bezahlen und uns selbst verwalten. Natürlich, unser Autopliot ist uns eine große Hilfe im Alltag, damit wir nicht über jede, noch so kleine Entscheidung grübeln müssen. Und es ist klar, dass nicht jeder einzelne Tag mit Freudentränen, Sonnenschein und Zuckerwatte gefüllt ist. Aber wir haben dennoch die Wahl: Autopilot-Modus oder Lebensgestalter. Denn wir haben jeden einzelnen Tag, jede einzelne Minute die Wahl, unser Leben bewusst zu leben und die Rahmenbedingungen bewusst zu gestalten. Das erfordert Mut, Anstrengung und Ideenreichtum.
Aber ich finde, dass es das wert ist!

Mit kleinen Tricks schon am Morgen den Autopiloten deaktivieren

Und weil jede Veränderung mit kleinen Schritten beginnt, kannst du ja einfach mal mit deinem Morgen starten und mit diesen Verhaltensweisen schon auf dem Weg zu den ersten Terminen des Tages dem Autopliten entgegen steuern .

Achtsamkeit
Ja, immer wieder Achtsamkeit, auch beim Pendeln. Wie fühlt sich dein Körper gerade an, wie riecht die Luft rund um dich, was für Leute stehen da mit dir am Bahnsteig. Achtsamkeit katapultiert dich sofort in das Hier und Jetzt zurück und lässt dich deiner Gefühle und Wahrnehmungen nicht nur bewusst sein, sondern auch beeinflussen. Dann merkst du vielleicht, dass sich dein Pullover gerade unglaublich gemütlich anfühlt, rund um dich die Vögel zwitschern oder der Brotduft vom Bäcker an der Bushaltestelle zu dir herüber weht. Ist doch schön, oder?

Handy weg
Gieße die Fahrt. Lass deinen Blick in die Landschaft schweifen, schau dir die Mitfahrenden an, höre die Geräusche, reich den Geruch des Morgens. Verschwende nicht die wunderschönes Stimmung eines neuen Tages mit dem Kopf im Handy. Gönn dir ganz bewusst diese Zeit ohne Whatsapp, facebook und Emails, um ganz sanft und bewusst in den Tag zu starten.

Interagiere mit den Mitreisenden
Ein Lächeln, vielleicht sogar ein kurzer Schwatz? Du kannst auch einfach nur deine Mitreisenden beobachte. Vielleicht hat der eine oder andere ein farbenfrohes Kleidungsstück an, das deine Laune hebt oder aber du kommst wirklich mit jemanden ins Gespräch und weckst so vielleicht auch einen anderen Zombi auf. Gerade in anonymen Großstädten wirkt eine spontane Interaktion zu Beginn oft seltsam, aber im Regelfall gehen dann doch alle Beteiligten mit einem Lächeln aus der Konversation.

Lächle!
Kennst du den typischen Zombie  Gesichtsausdruck? Ausdruckslose Augen und herabhängende Mundwinkel. Nein, nein, so wollen wir nicht in den Tag starten! Hier hilft mein geliebtes Allzweckmittel: Lächeln! Lächle und deine Laune wird sich automatisch heben. Die Mundwinkel ein paar Millimeter nach oben zu heben reichen meist schon, um den Effekt zu spüren. Und vielleicht schaffst du es so ja sogar, einen anderen Mitreisenden mit deinem Lächeln anzustecken?! Die Wunderwaffe gegen teilnahmslose Zombies, sozusagen.

autopilot

Für mich ist die Furcht vor dem ferngesteuerten Leben einer der Hauptgründe, warum ich diese Website ins Leben gerufen habe. Ich möchte zeigen, dass es ein Leben abseits des Autopiloten gibt. Ein Leben das spannend, facettenreich und farbenfroh ist. Ein Leben, das wir uns so gestalten können, wie wir es uns wünschen. Das unsere Träume einschließt und Wünsche umarmt und uns lebendig fühlen lässt.

Ich freue mich, dass du hier bist und wir gemeinsam diesen Weg gehen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *