Mein Monatsrückblick – April

April, April der macht was er will. Und das nicht nur mit dem Wetter, sondern offensichtlich auch mit mir. Ich habe mich den ganzen Monat über unruhig und unrund gefühlt, hatte keine Routine in meinem Tagesablauf, hätte andauernd und stundenlang schlafen können und habe wahnsinnig viel Zeit für mich alleine gebraucht. Dazu kommt, dass die letzten Wochen rasend schnell an mir vorbei gegangen sind und ich mit den einzelnen Tagen gar nicht Schritt halten konnte. Kurz gesagt: Die letzten vier Wochen waren wie eine Rikschafahrt in einer indischen Großstadt. Zwar durchaus interessant, aber weit davon entfernt, entspannend zu sein.

Der zentrale Faktor, der hier eine Rolle spielt, ist sicherlich meine Arbeitssituation. Aktuell ist die Arbeitsbelastung hoch, die Projekte langweilig und on top stehen auch noch strukturelle Änderungen an, die für mich in eine Richtung gehen, die mir nicht gut tut. Kurz gesagt: Es macht einfach keine Spaß, kostet aber ziemlich viel Energie.

Das Positive an dieser Situation ist, dass sich mein Bauchgefühl nun auch langsam zum Kopf vorarbeitet. Meine Ratio lässt sich also sukzessive von meinem Bauch überzeugen, dass eine Veränderung wahrscheinlich doch das Richtige und die Entscheidung etwas “ganz anderes” zu machen, doch eine relevante Option ist.

Eine positive Veränderung gab es aber doch im Job, denn seit April arbeite ich nur noch in Teilzeit, also vier, anstatt fünf Tage in der Woche. Das schlägt sich zwar auch auf dem Lohnzettel nieder, aber für mich hat sich dieser Schritt absolut gelohnt, da ich so nun jeden Freitag für eigene Projekte und Herzensangelegenheiten zur Verfügung habe uns somit unter anderem auch diese Webseite vorantreiben kann.

In hektischen Zeiten wie diesen ist Sport ja immer das Mittel meiner Wahl, um den Kopf frei und die Gelenke aktiviert zu bekommen. So habe ich neben dem Laufen im April auch meine Yogapraxis weiter ausgebaut und bin nun regelmäßig und mehrere Male in der Woche auf der Yogamatte. Das tut nicht nur meinem Körper gut, sondern erdet mich auch innerlich und schafft einen Raum der auch meinen Geist zur Ruhe kommen lässt.
Ebenfalls wieder mehr Fokus habe ich auf meine Meditationspraxis gelegt. Obwohl ich regelmäßig meditiere, habe ich in den letzten Wochen bemerkt, dass meine Aufmerksamkeit während des Meditierens nicht immer 100%ig bei der Sache ist. Dem versuche ich nun entgegenzuwirken und wieder mehr Fokus auf das Hier und Jetzt zu legen.

Was ich im April auch wieder aufleben lassen habe sind meine Morgenseiten und regelmäßiges Journalling. Im Moment sprudelt mein Kopf vor Ideen über, so hilft es mir, meine Gedanken, Sorgen und Ideen strukturiert auf Papier zu bringen. Alleine der Akt des Schreibens beruhigt mich ungemein und hilft mir, mein Gedankenkarusell in ruhigere Bahnen zu lenken.

Neben dem Job ist zur Zeit mein Freundeskreis ein Thema, das mich viel beschäftigt. Viele meiner alten Freundschaften sind in den letzten Monaten und Jahren abgekühlt, weil sich Interessen und Weltanschauungen in unterschiedliche Richtungen entwickelt haben. Diese Veränderung in meinem Freundeskreis sehe ich als etwas sehr normales an und ist auch völlig in Ordnung für mich, aber da gerade keine neuen Freundschaften nachrücken, dünnt sich dieser Bereich stark aus. Meine langjährigen Freunde sind natürlich nach wie vor ein wichtiger Bezugspunkt für mich, aber ich merke zur Zeit stark, dass mir ein Unterstützer- und Inspirationsnetzwerk fehlt.
Momentan bin ich gerade dabei mir virtuell so ein Netzwerk aufzubauen und hoffe natürlich, dass sich das bald auf das “echte” Leben umlegen lassen wird.

Zum Abschluss möchte ich dir noch ein App ans Herz legen, dass ich diesen Monat entdeckt habe: Freedom. Mit Freedom können beliebige Webseiten und Applikationen geblockt werden. Das bedeutet weniger Facebook, Youtube & Co, dafür aber mehr Zeit für Kreativität, Sport und Menschen treffen. Mir gefällt besonders die schöne und intuitiv Benutzeroberfläche und ich bin erstaunt, dass ich mit Freedom doch noch mehr Zeit für mich gewinnen kann, obwohl ich immer den Eindruck hatte, dass ich sowieso schon sparsam mit Social Media und anderen Ablenkungen umgehe.

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